Die Geschichten

Jede Geschichte enthält ihre eigene Herzensbotschaft voller Liebe, Weisheit und Verbundenheit. Darum schreibe ich sehr liebevoll und schenke meinen Erzählungen immer ein gutes Ende. Manche können spannend sein und andere wieder lustig., doch alle Geschichten wollen Kinder in ein Reich unbegrenzter Möglichkeiten einladen, das voller Wunder steckt. Ich freue mich, wenn ihr Kind mit auf Entdeckungsreise kommt, in seinen Fantasien versinkt und neue Wünsche hat, denn es gibt viel zu entdecken. Kinderherzen können Sehnsüchten Flügel schenken, um sie ganz schnell durch ihre Liebe zu verwirklichen.

Wir wünschen uns, dass unsere Geschichten zu Kindern auf der ganzen Welt reisen, denn jedes Kind wünscht sich Anteilnahme durch ein Nachtritual oder Geborgenheit durch einen Schutzengel. Es ist schön, wenn auch Ihr Kind wohlig eingekuschelt in Ihren Arm liegen kann, um aus Ihrem Mund die klingenden Worte einer Geschichte zu hören.

Nachfolgend eine Beispielgeschichte.

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Die Kraft des Zauberkristalls!

Herrlicher Sonnenschein lacht und ein kleiner Junge streift mit seiner Oma durch den Garten. Es ist früh am Morgen, der Morgentau krabbelt noch an den Füßen und die Luft fühlt sich frisch und warm an. Die Blumen öffnen ihre Blütenknospen und erstrahlen in schillernd bunten Farben dieser Welt.

     "Scha, scha!" sagt Oma zu ihrem kleinen Schatz und lacht dabei.
Der kleine Junge schaut sie fragend an.
     'Was ist mit meiner Oma passiert?' wundert er sich in seinem Köpfchen.
     "So hast Du früher die Blumen genannt!" und beide fangen herzhaft zu lachen an.
     "Komm, wir wollen Opa holen, das Frühstück ist fertig, und ich habe einen Bärenhunger."
Sie laufen beide um die Wette. Wer wird wohl als Erster bei Opa sein? Der Weg ist weit durch den riesigen Garten, uneben und führt durch viele Beete voll mit Obst und Gemüse. Ein Wirbelsturm wäre fast an seinem Opa vorbei gefegt um ganz laut "Erster!" zu rufen. Doch sein Opa ist viel schneller, er greift sich seinen Spatz und wirbelt ihn einmal durch die Luft. Dann steckt er ihm eine Erdbeere in den Mund und sagt:
     "Koste mal, dass ist die Erste in diesem Jahr."

Jetzt habe ich Dir so viel über den Helden meiner Geschichte erzählt, dabei hätte ich beinahe vergessen, Dir Willi vorzustellen. Ja, stell Dir vor, Willi heißt der kleine Junge im Alter von 5 Jahren mit großen blauen Kulleraugen. Auf seinem Kopf wachsen rotblonde Locken, welche sich in alle Richtungen drehen.
Seinen Namen hat er aus gutem Grund bekommen. Willi ist nicht nur wie Willi, er sieht auch so aus. Ein verschmitztes Lachen umspielt sein Gesicht, welches mit Sommersprossen überseht ist und die Grübchen auf seiner rechten Wange umschmeicheln sein schönstes Lächeln, wenn Oma ihm sagt, wie lieb sie ihn hat.
Er ist ein kleiner drahtiger Junge, willensstark und voller verrückter Ideen. Obendrein ist er der liebevollste Glückspilz der Welt, denn meistens fügen sich seine Pläne nach seinen Wünschen.

Was, Du wunderst Dich, warum das bei Willi so ist?
Oh, schade, dass Du es Dir nicht erklären kannst!

Er trägt einen Zauberkristall in seinem Herzen, er schenkt ihm Flügel und verleiht ihm die Kraft der Liebe.
Kannst Du es Dir jetzt vorstellen?

Ja!

Schön, denn Willi wünscht sich so sehr, dass auch Dein Zauberkristall entdeckt wird und zu ewigem Leben erwacht.
Herzenswärme strömt aus Dir heraus und verschenkt ein Paradies in den schönsten Farben.

Nachdem Willi mit seinen Großeltern gefrühstückt hat, machen sich die drei auf den Weg in ein Spielzeuggeschäft. Willi hat mal wieder ein tolles Auto im Fernseher gesehen und will es unbedingt haben. Seine Großeltern erfüllen ihm gerne einen Wunsch, dafür gibt er seiner Oma ein ganz besonderes Versprechen. Er streichelt sie liebevoll auf der Schulter und sagt zu ihr:
     "Oma, beim Unkraut zupfen helfe ich Dir! Abgemacht?""Abgemacht!"sagt seine Oma und lächelt.
Sie kann es gar nicht erwarten, ihrer Tochter am Abend dieses Erlebnis zu erzählen. Immer wieder ist Sie von ihrem kleinen Enkel überwältigt.

Nach dem Mittagsschlaf machen sich Oma und Willi an die Arbeit, sie grubbern die Beete, um die Erde zu lockern, und entfernen dabei Löwenzahn und Quecken. Liebevoll hat sie ihm den Unterschied zwischen Blumen und Unkraut erklärt, bevor beide an die Arbeit gehen. Nur zu spät sieht sie, wie ihr Beet, an dem Willi ganz fleißig arbeitet, komplett leer gefegt ist. Keinen Stängel hat er stehen gelassen.

Voller Stolz steht er da und sagt:
     "Oma, fertig!"Seine Grübchen kommen zum Vorschein, und voll Freude strahlt er bis zu den Ohren.
Sie schaut in das fröhliche Gesicht ihres Enkels und überlegt einen Augenblick.
Alle Gedanken und Gefühle kullern durch ihren Körper.
Soll sie jetzt schimpfen und mit ihm böse sein???
Nein, das bringt gar nichts.
Soll sie weinen, weil all die schönen Blumen am Wegesrand liegen???
Nein, dann wäre auch Willi traurig.
    
     'Ich werde es ihm erklären!' denkt sie und sucht nach den passenden Worten.

     "Willi, ich bin ganz stolz auf Dich, denn Du warst sehr fleißig."
     "Das habe ich doch gerne gemacht, Oma." sprudelt es aus ihm heraus.
     "Doch schau mal mein Schatz, Du hast unser Beet nicht nur von Unkraut befreit, auch die vielen schönen Blümchen sind verschwunden."

Willi schaut seine Oma etwas traurig an!
     "Das war falsch, stimmt's?"
     "Na ja Willi, falsch würde ich es nicht nennen, Du hast es gut gemeint."
     "Komm wir geben ihnen Wasser!" beschließt er und hebt schnell die Blümchen am Wegesrand auf.
     "Wir stellen sie in eine Blumenvase auf den Wohnzimmertisch. Dann freuen wir uns und können sie noch lange bewundern. " fügt seine Oma, begeistert von Willis Idee, hinzu. "Außerdem stehen auf den anderen Beeten noch mehr, an denen wir in Zukunft Freude haben. Sei nicht traurig, Du hast es gut gemeint. Es gibt noch viele Dinge, die Du lernen wirst und die, die eine oder andere Erfahrung mit sich bringt." versucht sie ihren Schatz zu trösten.
     "Meine liebe Omi!" sagt er und drückt sie glücklich.
     "Weißt Du was, Du gehst jetzt zu Opi, und ich werde für uns alle eine Überraschung machen."
So schnell seine Beine ihn tragen, läuft er zu seinem Opa. In einer wichtigen Mission hat er ihm etwas von 'Mann zu Mann' zu erzählen.

In farbenfrohen Bildern schildert er sein Unkrauterlebnis und beendet seine Geschichte mit den Worten:
     " ... und weißt Du was Opa, Oma hat nicht ein bisschen mit mir geschimpft! Ist das toll!"
     "Oh ja, sie ist wundervoll! Komm, lass uns an Deinem Baumhaus weiter bauen. Ich möchte es heute einweihen."

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